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Reisebus

Steigen Sie ein und reisen Sie komfortabel, gesellig und klimafreundlich! Der Reisebus ist das ideale, sichere Verkehrsmittel für Gruppenreisen, Clubtouren und Vereinsfahrten. Entspannung pur von "Haus zu Haus".


Mercedes-Benz Future Bus

Automatisiert in Amsterdam

in die Stadtbus-Zukunft fahren

Ein kurzer Tastendruck, Hände weg vom Lenkrad und Bedienungshebeln, Fuß weg vom Gas- und Bremspedal – und los geht’s. Der Bus ordnet sich langsam aus der Haltebucht in die Fahrspur ein, bremst bis zum Stillstand ab, wenn eine Ampel auf „rot“ wechselt, lenkt punktgenau an der nächsten Haltestelle ein: Automatisiertes Fahren mit dem Stadtbus –. www.gruppenreisen-clicks.de-Herausgeber Gerd-Niels Wötzel war in Amsterdam mit an Bord bei der Jungfernfahrt des „Future Bus“…

Bella Figura in Amsterdam: Mercedes-Benz "Future Bus" mit aufregend frischem und stylischem Design


Bei diesem Zukunftsthema der Mobilität rollt auch der Bus auf der Spur. Deutschland ist bei der Umsetzung führend und der Daimler-Konzern auf der Pole Position. Nach der Mercedes-Benz S-Klasse S 500 Intelligent Drive und einem zum „Future Truck“ aufgewerteten Mercedes-Benz Lkw Actros auf einer süddeutschen Autobahn-Versuchsstrecke folgte jetzt der Stadtbus. Mit feinster Technik und aufregend spektakulärem Design wird  das auf der Basis des Stadtbus-Bestsellers Citaro aufgebaute Fahrzeug seinem Namen „Future Bus“ voll gerecht.

Ort des Geschehens: Europas längste Expressbuslinie (Bus Rapid Transit BRT) zwischen dem Amsterdamer Flughafen Schiphol und der Stadt Haarlem. Hier fuhr der aus dem Daimler-Lkw-„Highway Pilot“ entwickelte „CityPilot“ auf einem 20 km langen Teilstück mit 22 Ampeln, elf Haltestelen, drei Tunnels und engen Kurven völlig automatisiert mit bis zu Tempo 70 – ohne jegliches Eingreifen des Fahrers.

 
Schwungvolles Heck, flotte Seitenfront mit hochgezogenen Fenstern (l.), die Farbe blaue rechts und links vom Stern zeigt an: der Bus fährt automatisiert   

Tatsächlich aber handelt es sich in dieser Phase der Entwicklung um teilautonomes Fahren. Denn ein Fahrer überwachte bei den Probefahrten für Presse und potentielle Kunden an Bord aufmerksam das Verkehrsgeschehen, um im Fall der Fälle eingreifen zu können. Er wird auch künftig hinter dem Steuer sitzen, wenn der automatisierte Stadtbus in absehbarer Zeit seine volle Alltagstauglichkeit unter Beweis stellen wird.

In Amsterdam zeigte sich aber, dass automatisiertes Busfahren mehr als nur eine Vision ist. Daimler Buses jedenfalls wird allein bis 2020 rund 200 Mio. Euro investieren, um sein Stadtbus-Angebot mit dem Citaro an der Spitze zukunftsgerecht weiterzuentwickeln. Zum Programm gehört auch der autonom fahrende Bus, für den der Konzern folgende Zielvorgaben macht, so Daimler-Nutzfahrzeug-Vorstand Dr. Wolfgang Bernhard: „Die neue Technologie CityPilot macht den öffentlichen Personenverkehr effizienter, sicherer und leistungsfähiger. Mehr Menschen können schnell, pünktlich und komfortabler von A nach B kommen…“

Zentimetergenaue Anfahrt an die Haltestelle schont die Reifen

Erstaunlich, was dieses Fahrzeug auf den separaten BRT-Spuren schon heute mit dem intelligenten elektronischen „BusPilot“-System alles kann: Der überwacht und analysiert ständig Fahrbahn und Umgebung in einem Bereich zwischen 50 cm und 200 Meter. Er erkennt Ampeln und kommuniziert mit ihnen. Er identifiziert plötzlich auftauchende Personen und Hindernisse und bremst ab. Er passiert Kreuzungen und Schranken, durchfährt enge Tunnels. Und rollt bis auf zehn Zentimeter genau an die Bordsteinkanten der Haltestellen – das schont die Reifen und erspart so Kosten. Dank durchgängiger Niederflurtechnik erfolgt Ein- und Aussteigen problemlos auch für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste.

Das alles leistet der Konzeptbus mit einem ausgeklügelten, intelligent vernetzten System aus GPS, Kameras, Radar und Sensoren. Ampeln erkennt der Future Bus via W-Lan, bei dessen Ausfall auch über Kameras. Insgesamt übernehmen zehn Kameras unterschiedlicher Systeme die verschiedensten Aufgaben, kommunizieren miteinander, vergleichen die Daten mit zuvor gespeicherten Bildern der Strecke, dokumentieren das Geschehen, indem sie die Bewegungen von Omnibus und Fahrer aufzeichnen.

    
BusPilot: vernetzt mit Kameras, Radar und Sensoren

Der Finesse der Technik entspricht das futuristisch-innovative Außen- und Innendesign, das Konventionen bricht und den Future Bus zu einem echten Hingucker macht. Von der klar gegliederten Front mit dem Mercedes-Stern unter der Windschutzschreibe gehen zwei paddelförmige Lichtleisten aus, deren Beleuchtung den jeweiligen Fahrzustand anzeigt: weiß bedeutet, dass der Bus vom Fahrer gesteuert wird, blau, dass er teilautomatisiert unterwegs ist.

Neu ist die Anordnung der Türen: Statt in Höhe von Fahrerplatz und nach der Hinterachse sind zwischen den Achsen zwei doppeltbreite Türen angebracht. Die Leuchtbänder in den Farben Grün und Rot signalisieren Ein- und Ausstieg und sollen den Fahrgastfluss beschleunigen ebenso wie das elektronische Ticketsystem, das Kontrolle und Verkauf durch den Fahrer erübrigt. Vorteil: kürzere Haltezeiten.

 
Wohlfühl-Raum mit viel Platz für die Fahrgäste

Neue Perspektiven auf den ÖPNV der Zukunft eröffnet der stylische Fahrgastraum. Er ist in drei Zonen gegliedert und weckt Assoziationen an Parks, Plätze, Architektur und – Referenz an die Niederlande – einen Eiskanal. Ins Heck lädt die für eine längere Fahrt konzipierte „Lounge“ ein, der „Express“-Bereich mit vielen Stehplätzen ist für kurze Strecken gedacht, in Fahrernähe vorne befindet sich der Bereich „Service“.

Großzügig: die Lounge im Heck des Konzeptbusses

Ungewohnt gestaltet und angeordnet sind die designten Sitze mit weiß glänzenden Schalen, gepolsterten Sitzflächen und hellgrünen Rückenlehen. Sie sind längs zu den Wänden asymmetrisch angebracht – mit breitem Abstand zum Nachbarn. Die mittig angeordneten, dreieckig geformten Haltestangen verästeln sich baumartig zur Decke, deren Beleuchtung an ein Blätterdach erinnert. Zwei 43-Zoll-Monitore im Mittelbereich bieten Information und Unterhaltung – vom Streckenverlauf über aktuelle Nachrichten bis zu Werbeeinblendungen.

 
Überbreite, schalenförmige Designersitze: die weiße Beleuchtung signalisiert Fahrer-geführten, blau autonomen Fahrmodus

Ungewohnt gestaltet und angeordnet sind die designten Sitze mit weiß glänzenden Schalen, gepolsterten Sitzflächen und hellgrünen Rückenlehen. Sie sind längs zu den Wänden asymmetrisch angebracht – mit breitem Abstand zum Nachbarn. Die mittig angeordneten, dreieckig geformten Haltestangen verästeln sich baumartig zur Decke, deren Beleuchtung an ein Blätterdach erinnert. Zwei 43-Zoll-Monitore im Mittelbereich bieten Information und Unterhaltung – vom Streckenverlauf über aktuelle Nachrichten bis zu Werbeeinblendungen.

Grundlegend vom heutigen Fahrerplatz unterscheidet sich auch das Cockpit. Es ist nicht vom Fahrgastraum abgeschottet. Statt herkömmlicher Instrumente vermittelt ein Display dem Fahrer Informationen z.B. über Straße, Verkehr; Ampeln, Haltestellen, Hindernisse, Fahrtrichtungsanzeiger und den Status der sich automatisch öffnenden und schließenden Türen. Die bei manuelle Fahrten außerhalb der BRT-Strecken benötigten Bedientasten sind vom Armaturenbrettbereich griffbereit nach links auf eine Konsole verlegt. Bei teilautonomen Betrieb werden Beleuchtung, Scheibenwischer und Türen automatisch bedient…

Autonomes Fahren: Greift der Fahrer ans Lenkrad oder bedient ein Pedal, schaltet der Bus auf manuelles Fahren um

Wie alles künftig in der Alltagspraxis aussehen und sich bewähren wird, ist eine andere Frage. Aber Fantasie und Kreativität, wie sie reichlich in die Entwicklung dieses Busses flossen, sind Triebkräfte für den Fortschritt und den zukünftigen Öffentlichen Personennahverkehr. In den Sterne steht, wann einmal ein (teil-)automatisierter Reisebus auf Tour fahren wird...

Wie dem auch sei: Der "Future Bus" wird auf alle Fälle ein Besucher-Magnet nicht nur in der Daimler-Halle 14/15 auf der Internationalen Automobil Ausstellung für Nutzfahrzeuge (IAA Nfz) vom 22. bis 29. September 2016 in der Messe Hannover sein.

Fotos: Daimler AG 

 



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